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Die gesetzliche / private Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung

 

Am 1. Januar 1995 wurde die gesetzliche sowie die private Pflegeversicherung eingeführt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist wie die gesetzliche Krankenversicherung "umlagefinanziert", d. h. die Beiträge werden sofort wieder für die Leistungen ausgegeben. Dies führte dazu, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahr 2008 so gut wie keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung hatte daher wurde im Jahr 2008 die erste Pflegereform auf den Weg gebracht und diese brachte neben einer geringen Leistungsverbesserung auch eine Beitragserhöhung mit sich. Der aktuelle Beitrag beträgt 1,7% vom Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze, hat der Versicherte keine Kinder bis zum 23. Lebensjahr so erhöht sich der Beitrag um weitere 0,25% (der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an den erhöhten Beitrag).

 

Die Leistungskurzfassung der Pflegeversicherung

 

Das Pflegegeld

 

Das Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige, welche die Pflege selbst organisieren. z. B. durch Angehörige

 

  • Pflegestufe 1 = 225 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 235 Euro
  • Pflegestufe 2 = 430 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 440 Euro
  • Pflegestufe 3 = 685 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 700 Euro

 

Pflegesachleistung

 

Die Pflegesachleistung erhalten Pflegebedürftige immer dann, wenn mit der Pflegekasse und einem ambulanten Pflegedienst ein "Versorgungsvertrag" abgeschlossen worden ist. D. h. die häusliche Pflege wird organisiert. Die Pflege erfolgt von Pflegefachkräften.

 

  • Pflegestufe 1 = 440 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 450 Euro
  • Pflegestufe 2 = 1.040 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 1.100 Euro
  • Pflegestufe 3 = 1.510 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 1.550 Euro

 

Vollstationäre Pflege

 

Hier erfolgt die Pflege in einem Pflegeheim.

 

  • Pflegestufe 1 = 1.023 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 1.023 Euro
  • Pflegestufe 2 = 1.279 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 1.279 Euro
  • Pflegestufe 3 = 1.510 Euro (bis Ende 2011) ab 2012 = 1.550 Euro

 

Wichtig: Keine Leistung für Unterbringung, Verpflegung und sonstige Leistung!!

 

Weitere Leistungen der gesetzlichen / privaten Pflegeversicherung

 

  • Leistung für Demenz (zusätzliche Betreuung) bis zu 200 Euro pro Monat
  • Pflegestützpunkte = Ziel: Auskunft und Beratung der Pflegeversicherten
  • Anspruch auf Freistellung vom Arbeitsplatz
  • Schulungen
  • Zuschüsse für Verbesserung des Wohnumfeldes bis zu 2.557 Euro
  • Beiträge zur gesetzilchen Rentenversicherung der Pflegeperson werden übernommen
  • Beitragsfreie gesetzliche Unfallversicherung für die Pflegeperson
  • Leihweise Überlassung technischer Hilfsmittel bzw. Zuzahlung max. 10% bzw. max. 25 Euro je Hilfsmittel
  • Ersatzpflege (z. B. bei Urlaub der Pflegeperson) bis max. 1.432 Euro für max. 4 Wochen im Jahr

 

Reichen die Leistungen der Pflegeversicherung im Pflegefall aus?

 

Nein! Da allein die Heimunterbringung in der 2. Pflegestufe schon oftmals weit über 3.000 Euro kostet, entsteht hier eine Versorgungslücke von gut 1.800 Euro und mehr. Nur wer eine sehr gute Rente erhält oder mit einer Pflegezusatzversicherung vorgesorgt hat, kann sich gegen einen finanziellen Ruin im Pflegefall schützen! Denn eines ist Sicher: Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet lediglich einen Grundschutz an und dies wird wohl auch selbst bei weiteren Pflegereformen so bleiben.

 

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